Maier führt offene deutsche Staffel zu Silber
Die deutschen Skilangläufer haben bei den Paralympischen Winterspielen eine weitere Medaille gewonnen. Theo Bold, Sebastian Marburger, Linn Kazmaier und Marco Maier holten in der offenen Staffel Silber, nach spannenden 4x2,5 km fehlten nur 5,4 Sekunden auf die Sieger aus China. Es ist die erste deutsche Staffel-Medaille seit acht Jahren, der Deutsche Behindertensportverband (DBS) steht damit bei den Langlauf-Wettbewerben in Tesero bei dreimal Silber und einmal Bronze.
Zuvor hatte nämlich die Mixed-Staffel mit Nico Messinger, Anja Wicker, Leonie Maria Walter und Lennart Volkert als Vierter die erhoffte Medaille knapp verpasst, aufs Treppchen fehlten beim Sieg der USA 13,9 Sekunden. Doch das Quartett im offenen Wettbewerb machte es besser, Bold und Marburger liefen 22 Sekunden Vorsprung heraus. Kazmaier blieb gegen die männlichen Konkurrenten in Führung, doch Maier musste den sehbehinderten Chinesen Yu Shuang ziehen lassen.
In der Mixed Staffel brachte Messinger das deutsche Team gegen ein komplettes Feld mit sitzenden Athleten in Führung, übergab mit 24 Sekunden Vorsprung. Die sitzende Wicker fiel gegen die zahlreichen männlichen Konkurrenten zurück, sodass Walter als Sechste mit einem Rückstand von 1:13 Minute die Verfolgung aufnahm. Die dreimalige Medaillengewinnerin verlor weitere Zeit, sodass die Lücke zum Podest für Volkert zu groß war. "Das Podium war das Ziel", sagte Wicker: "Wir sind super enttäuscht."
In der Staffel wurden anders als sonst üblich die ersten beiden Streckenabschnitte im klassischen Stil und die letzten beiden in der Skatingtechnik gelaufen. Im Weltcup und bei Weltmeisterschaften wird immer abgewechselt. In Peking war Deutschland in den Staffel-Wettbewerben leer ausgegangen, 2018 in Pyeongchang hatte es eine Bronzemedaille gegeben. Am Sonntag steht zum Abschluss noch in allen Startklassen das längste Rennen über 20 km an.
(A.Monet--LPdF)