Vuelta: Brenner gewinnt schwere Bergetappe - Mas weiter vorne
Der frühere deutsche Straßenrad-Meister Marco Brenner hat bei der Vuelta die schwere Bergankunft in der Sierra de la Pandera gewonnen. Der 24 Jahre alte Augsburger vom Schweizer Team Tudor Pro Cycling setzte sich am Samstag auf der 14. Etappe nach 154,5 km vor dem Kolumbianer Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) und Cristian Rodriguez (XDS Astana Team) aus Spanien durch. Mit dem ersten Erfolg seiner Karriere bei einer Grand Tour sorgte Brenner, zuletzt erst Gesamtsieger der Polen-Rundfahrt, für den ersten deutschen Etappensieg bei der Vuelta seit 2023.
"Es gibt nicht viele Fahrer, die einen Etappensieg bei einer Grand Tour holen, das ist unglaublich", sagte 24-Jährige gelöst im Anschluss. Der Deutsche konterte mit einer Kraftleistung den Angriff Buitragos einen Kilometer vor Schluss und zog noch am Träger des Bergtrikots vorbei.
Derweil hat Enric Mas (Movistar) weiter seinen ersten Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt im Blick. Der Spanier, der das Ziel nach dem schwierigen Schlussanstieg auf rund 1800 m Höhe auf Rang 22 erreichte, liegt in der Gesamtwertung nun 2:06 Minuten vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon-CMA CGM). Der bisherige Zweite und Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic (Slowenien/Red Bull-Bora-hansgrohe) musste im Schlussanstieg abreißen lassen und ist nun mit 2:10 Minuten Rückstand Dritter. Mas hatte nach dem Sturz-Aus von Topstar Tadej Pogacar das Rote Trikot des Gesamtführenden übernommen.
Die 15. Etappe über 189,7 km zwischen Palma del Río und Córdoba bietet keine Höchstschwierigkeiten, mit vielen kleinen Anstiegen aber ein perfektes Terrain für Ausreißer. Nach dem letzten Ruhetag am Montag warten noch zwei Bergankünfte und ein Einzelzeitfahren vor dem Vuelta-Finale am 13. September in Granada.
(L.Garnier--LPdF)