IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten
In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die ersten Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Vorstand der IG Metall die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.
Den Angaben zufolge will die Gewerkschaft in den Verhandlungen auch über das Thema Beschäftigungs- und Standortsicherung sprechen. Wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe sollen eine tarifliche Gewinnbeteiligung zahlen, für untere Lohngruppen soll es eine "Komponente zur Besserstellung" geben.
Eine vor zwei Wochen veröffentlichte Umfrage unter Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie hatte ergeben, dass sie sich vor allem wegen der gestiegenen Kosten für Lebenshaltung und Gesundheit Sorgen machen. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten bewegt demnach die Sicherheit des persönlichen Arbeitsplatzes beziehungsweise die Zukunft des Betriebs.
Die wirtschaftliche Lage ihres Betriebs bezeichnete die Hälfte der Befragten als gut oder sehr gut. Ein Drittel sagte auf die Frage "geht so". Jeder Fünfte nannte die Lage des Unternehmens schlecht oder sehr schlecht. In den Branchen Luft- und Raumfahrt, Rüstung, Schiffbau und Energie herrsche eine positive Wahrnehmung, erklärte die IG Metall. In der Autoindustrie und bei Dienstleistern blickten die Beschäftigten kritischer auf den Kurs ihres Unternehmens.
(Y.Rousseau--LPdF)